Anforderungsanalyse eines Informationsboards im öffentlichen Raum unter Berücksichtigung des Nutzers

Informationsboards, auch Hinweistafeln genannt werden von Städten weltweit schon seit Jahrzenten genutzt. Dabei sind diese überwiegend analog und bedürfen einer aufwendigen Überarbeitung, falls diese aktualisiert werden sollen. In den letzten Jahren ist die Digitalisierung in den verschiedensten Bereichen stark vorangeschritten. Dabei erkennen auch Städte immer mehr die Chancen der Digitalisierung in der öffentlichen Nutzung. Der Einsatz von digitalen Infotafeln schenkt den Städten neue Möglichkeiten in der Erreichbarkeit ihrer Bürger sowie Touristen und bietet gleichzeitig eine stetige Aktualisierung von Informationen. In dieser Arbeit wurde ein individuelles Board für Karlsruhe entworfen.

Um die Nutzeranforderungen zu erheben, wurden die Methoden der Online-Umfrage, Personas und Szenarien genutzt. Für die Beurteilung der Auswertung wurde ein Farbsystem gewählt, welches die Priorisierung verdeutlichen soll. Dabei wurde eine Anzahl von 0-5 Stimmen rot, 6-11 Stimmen gelb und 12+ Stimmen grün markiert (siehe Bild oben). Es wird die Einbeziehung der späteren Nutzer in jeden Entwicklungsschritt beachtet und das Board an den Anforderungen verschiedener Nutzergruppen angepasst. Um dies zu gewährleisten wurde der erste Prototyp des Informationsboards in einer Thinking Aloud Studie Nutzern vorgestellt. Diese konnten durch die direkte Arbeit mit dem Board konkrete Mängel aufzeigen und trugen der Beurteilung der Nutzerfreundlichkeit des Boards stark bei.

Aus der Studie wurden viele Erkenntnisse für die zukünftige Entwicklung des Boards gewonnen. Die aus der Online-Umfrage erhobenen Anforderungen reichten noch nicht für eine volle Abdeckung aller Nutzergruppen aus, woraufhin sich die Ergänzung durch Personas und deshingehende Szenarien bestens eignete. Personas sollen die späteren Nutzer des konzipierten Systems vertreten und helfen das System an alle Nutzergruppen anzupassen. Jeder soll das Infoboard als gesellschaftlichen Gewinn ansehen können. Es wurden vier Personas zu jeweils folgenden Personengruppen erstellt: Gelegenheitsnutzer, Tourist, Bedarfsnutzer, Alltagsnutzer. Zu jeder Persona wurden zwei Szenarien erstellt, welche die individuellen Bedürfnisse der Persona wiederspiegeln und bei der Entwicklung des Boards eine entscheidende Rolle gespielt haben.

Die Front-End Entwicklung erfolgte in Axure. Damit war eine möglichst genaue Konzipierung des Prototyps möglich. Im Folgenden ist der Startbildschirm dargestellt. Er verfügt über eine große Standortkarte, welche vom Nutzer durch Touch bewegt werden kann. Durch einen roten Marker wird der aktuelle Standort angegeben.

Das Board verfügt über einen Standby-Bildschirm, welcher den Nutzer über bevorstehende Events, das Wetter, Datum, Uhrzeit und eine Abfahrtstafel des ÖPNV informiert. Durch berühren des Bildschirms, egal an welcher Stelle, gelangen die Nutzer zum Startbildschirm (Home), über den alle angebotenen Dienste erreichbar sind. Von diesem Startbildschirm aus können die Nutzer auf die Seiten von „Entdecken (POI)“, „Roll-the-dice“, „Navi-ÖPNV“ und „Navi-Fuß“ gelangen.

Autor: Laura Langhof

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