Technische Konzeption und Umsetzung eines Public Displays

 

Public Displays können von Kommunen oder Betrieben genutzt werden um das Informationsangebot über gebotene Services zu verbessern. So lassen sich Public Displays durch Städte im Bereich Stadtmarketing einsetzen um über touristische Attraktionen oder Events in näherer Zukunft zu informieren. ÖPNV-Betriebe können interaktive Public Displays nutzen um dem ÖPV-Nutzer Informationen bereitzustellen, die durch konventionelle Methoden nur schwer darstellbar sind. Dies umfasst in beiden Anwendungsfällen beispielsweise die Bereitstellung einer interaktiven Karte, welche gleichermaßen Daten aus beiden Bereichen darstellen kann. Ziel dieser Arbeit war es die technischen Fragen hinter dem Display zu klären. Dies umfasst insbesondere die Softwarearchitekur, Datengewinnung und schlussendlich die Datenaufbereitung.

Das Display wurde in dieser Arbeit als Webapplikation bestehend aus HTML, JavaScript sowie CSS umgesetzt. Das Backend der Anwendung wurde mithilfe von Python sowie dem Webframework Flask umgesetzt. Durch Umsetzung als Webapplikation kann die Anwendung auf jeder gängigen Hardware ausgeführt werden, sodass eine flächendeckende sowie kostengünstige Ausrollung möglich ist. Hauptbestandteil der Anwendung ist die Visualisierung von Daten auf einer Karte. Die Kartendarstellungen wurden in diesem Prototyp mithilfe von der JavaScript-Bibliothek Leaflet umgesetzt. Diese erlaubt es Geodaten im GEOJSON-Format auf einer durch Touch-Gesten bedienbaren Karte darzustellen. Auf diese Art und Weise konnten so GEOJSON-Daten des Transparenzportals in die Anwendung eingebunden und visualisiert werden.

Neben den schon im GEOJSON-Format vorliegenden Daten wurden auch nativ-nicht unterstütze Dateien eingebunden. Standorte von Nextbike Leihfahrrädern sowie Stationen müssen daher nach Aufruf der Nextbike-API zuerst in das GEOSJON-Format übertragen werden, bevor diese auf der Karte angezeigt werden können. Für das Public Display wurde zudem eine rudimentäre Standortsuche implementiert, mithilfe deren alle Orte im Stadtgebiet Karlsruhe gefunden werden kann. Zudem ist es mithilfe des Public Displays möglich zu diesen Zielen zu Navigieren. In der aktuellen Implementierung wird lediglich ein Fußgängerrouting unterstütz, welches in Zukunft um ein ÖPVRouting mithilfe der TRIAS-Api erweitert werden soll. Eine mögliche Art der technischen Umsetzung eines Public Displays wurde in dieser Arbeit vorgestellt. Die Umsetzung mittels Webapplikation hat sich dabei als sehr robust und guterweiterbar erwiesen. Durch die Nutzung vieler verschiedener Nutzergruppen mit diversem technischen Background ist es bei der Konzeption eines Public Displays unabdingbar alle Nutzergruppen mit den Entstehungsprozess einzubinden. Dies erfordert für eine Umsetzung des User-Centered-Design-Process aber eine längere Projektlaufzeit mit mehreren Zyklen, welche im Projektzeitraum nur einmal durchlaufen werden konnte.

Autor: Lukas Löffler

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